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Hack your Jokie² Empfehlung

Eltima Jokie² Eltima Jokie²

Wer auf dem Markt nach einer Lichtschranke für die Naturfotografie sucht, wird schnell bei der Firma Eltima fündig. Eltima baut zwei Systeme - die kleine Jokie² und den großen Joker (ein richtiges Lichtschrankensystem mit Mikrokontroller). Aber wie kann man jetzt das Beste aus dem schlüsselanhängergroßen Gerät herausholen? 

1. Der nervige Wake-Up Modus

Schema eines DSLR-AuslösesteckersFür diejenigen, bei denen es bei der Lichtschrankenfotografie auf sehr kurze Reaktionszeiten ankommt, ist der fest verbaute und nicht ausschaltbare Wake-Up Modus der Jokie² wirklich toll. Für die Anwendung in einer Langzeitkamerafalle saugt dieses Feature aber unendlich viel Strom aus Kamera und vorallem Blitzen. Alle 10 Minuten wird kurz der AF-Kontakt mit der Masse verbunden - das wirkt dann wie ein Antippen des Auslösers.

 

Aber natürlich gibt es eine Lösung! Man kann ein Adaptionskabel bauen - für Nikonkameras funktioniert das wunderbar. Um eine Nikon mit einem der Standardauslösekabel auszulösen, müssen AF und Auslösung mit GND verbunden werden. Wenn AF und Auslösung dauerhaft verbunden sind, interessiert das die Kamera nicht. Wenn man nun eine 2,5mm Stereo-Klinkenbuchse an einen Stereoklinkenstecker lötet, bei dem Autofokus und Auslöser auf dem Spitzenkontakt liegen, ist das Problem gelöst. Damit bleibt der eigentliche AF-Kontakt der Buchse frei. Autofokus ist sowieso selten eine gute Idee beim Einsatz von Lichtschranken.

Auslösekonfiguration für Jokie

2. Stromverbrauch

Der Hersteller macht nur ungenaue Angaben, wie viel Strom die Lichtschranke denn nun wirklich benötigt. Zum Lieferumfang gehört ein Halter für 4xAA Zellen, macht also eine Spannung von 6V beim Einsatz von Batterien und 4,8V beim Einsatz von Akkus(z.B. Eneloops). Laut Bedienungsanleitung soll die Lichtschranke bis zu 7 Tage mit einem Satz Akkus durchhalten.

Um genauer Bescheid zu wissen, hab ich mal fix den Stromverbrauch gemessen:

Stromverbrauch der Jokie² 
Große Entfernung, kleines Objekt 4,8V 12,4mA
Große Entfernung, großes Objekt 4,8V 21,7mA
Kleine Entfernung, großes Objekt 4,8V 9,7mA
Kleine Entfernung, kleines Objekt 4,8V 9mA

Damit sollte eigentlich klar sein: Große Entfernung, großes Objekt scheidet aus. Ich nutze große Entfernung, kleines Objekt. Die minimale Objektgröße bei Maximalabstand beträgt hier 30mm, im Gegensatz zu kleine Ernfernung, großes Objekt. Bei dieser Einstellung habe ich viele unnötige Auslösungen gemacht - weil da doch Regentropfen gewagt haben, den Strahl zu durchbrechen. Ergebnis: ein überhitzter, danach durchgebrannter Blitz und 2000 Fotos von Nicht.
Bei 2500mAh Batterien sollten alse zwischen 7 und 8 Tage Dauerbetrieb möglich sein. Man darf nicht vergessen: das System arbeitet die ganze Zeit auf Hochtouren und löst die Kamera sofort bei Unterbrechung aus.

Andere Systeme, wie z.B. der bekannte Trailmaster, der bis zu acht Monate mit einem Satz Batterien hält, hat ein Intervall von 48ms. D.h. der Strahl muss definitiv länger als 50ms durchbrochen sein, damit es vom Gerät erkannt wird. Für Säugetiere eigentlich kein Problem, aber bei fliegenden Tieren schon viel zu langsam, da ja auch die Auslöseverzögerung der Kamera noch dazukommt. Eventuell lässt sich auch mit der Jokie² so etwas bauen, indem man die Stromzufuhr mit 20Hz regelt. Ich weiß aber nicht, wie gut das Gerät das verträgt.

3. Befestigung und Regenschutz

Eltima Jokie² in einer BrotboxVon Eltima gibt es einen Regenschutz für die Jokie². Der kostet 50 €, ist rundum offen und quasi ein Dächlein über der Lichtschranke. Zu teuer für mich, deswegen wurde es eine kleine Brotbox mit Dichtung, die ich mal eben grün lackiert habe. Das wird zwar nicht lange halten, aber besser, als leuchtendes Weiß, um die Technik vor Menschen zu schützen.

Die Lichtschranke ist mit ihrem Stativgewinde von außen mit einem Manfrottobolzen verschraubt. Der erlaubt mir, das Gerät z.B. auf einem Magic Arm einzusetzen. Das ist stabil, die Jokie² kann perfekt auf den Reflektor ausgerichtet werden. Einziges Problem können Wassertropfen auf der Box oder dem Reflektor darstellen. Das aber muss ich erst austesten. 

EDIT: Regentropfen auf dem Gehäuse sind unproblematisch.

 

 

 

 

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